Wir haben unser Vereinsmitglied Dörthe Jung im Alter von 77 Jahren nach schwerer Krankheit verloren und sind unfassbar traurig. Sie bleibt in unserem Herzen und ein Vorbild für unser Engagement im Sinne unserer Vereinsziele.
Dörthe hat die Gründung des Vereins Frauenbetriebe e.V. – Qualifizierung für die berufliche Selbständigkeit, heute jumpp Frauenbetriebe e.V., ermöglicht.
Die Idee, dass Frauen ihre ökonomische Unabhängigkeit sichern, indem sie sich ihren eigenen Arbeitsplatz schaffen, war 1984 bahnbrechend und bundesweit beispiellos. Ein angegliedertes Frauengründungszentrum als erstes in Deutschland hat die Sichtbarkeit dieser Frauenbetriebe geschaffen.
Wir haben uns all die Jahre dafür eingesetzt diesen Ort des Empowerments für Frauen zu erhalten und auszubauen. Dörthe war uns dabei immer Vorbild, Begleiterin und Ratgeberin. Als Mitglied hat sie den Verein dauerhaft mitgestaltet. Wir sind Ihr unsagbar dankbar und werden Sie schmerzlich vermissen.
Dörthe Jung war eine außergewöhnlich engagierte Feministin und erfolgreiche Unternehmerin. Über Jahrzehnte hinweg stritt sie mit Leidenschaft, Klugheit und unerschütterlichem Mut für die echte Gleichstellung von Frauen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.
Ihr Wirken war tief in Frankfurt am Main verwurzelt, entfaltete jedoch eine Strahlkraft, die weit über die Grenzen der Mainmetropole hinausreichte. Sie hinterlässt eine wegweisende Infrastruktur für Frauenrechte, die bis heute Leuchtturmcharakter besitzt.
Ihr politisches und strukturelles Gespür zeigte sich ebenso eindrucksvoll bei der Mitgründung des Frauenreferats der Stadt Frankfurt am Main. Damit schuf sie eine institutionelle Verankerung für feministische Anliegen in einer modernen Großstadt – ein Pionierprojekt, das bundesweit und international als Vorbild für kommunale Frauenpolitik wahrgenommen wurde.
Wir verlieren mit Dörthe eine streitbare Feministin, eine inspirierende Mentorin und eine tolle Frau mit viel Gefühl und Herzenswärme.
Ihr scharfer Verstand, ihre unbändige Energie und ihr unermüdlicher Kampf für mehr Chancengerechtigkeit werden uns fehlen.
Ihr Lebenswerk ist uns Verpflichtung und Ansporn zugleich.
Wir werden ihr Andenken bewahren, indem wir den von ihr begonnenen Weg konsequent weitergehen.
Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrem Mann, ihren Freundinnen und Freunden sowie allen, die sie auf ihrem beeindruckenden Lebensweg begleitet haben.